2

Affiliate-Marketing: Geld für deine Tipps

Hast du schon mal einem Freund oder Bekannten, einen Tipp gegeben? Wir machen das so oft, dass wir uns gar nicht mehr an alle Empfehlungen erinnern können. Oft geben wir Tipps zu günstigen Anbietern: „Ich kaufe Elektronik immer bei XY,die sind freundlich haben Fachwissen und sind obendrein auch noch günstiger als Z.“ Oder: „Probier‘ doch mal die Brötchen von Bäcker XX, die schmecken mir am besten.“ Oder: „Ich bin mit meinem Arzt sehr zufrieden, der nimmt sich Zeit, hat echt Ahnung und man muss nicht ewig im Wartezimmer hocken, geh doch da auch mal hin.“

Das alles sind Empfehlungen. Wenn uns ein Freund etwas empfiehlt, was er selbst benutzt, so ist das für uns ein wertvoller Hinweis. Und genau das ist Affiliate Marketing. Nichts anderes, als Empfehlungen zu geben, in diesem Fall eben über das Internet.

Affiliate-Marketing: Gewusst wie

Du betreibst eine Internetseite oder einen Blog. Nehmen wir mal an, das Thema deines Blogs wäre „Zimmerpflanzen“. Da du dich damit gut auskennst und es auch dein Hobby ist, führst du darüber eine Art Tagebuch. Einen Blog. Natürlich hast du im Lauf der Zeit Erfahrung gesammelt und weißt, welche Produkte besser sind als andere. Das erklärst du auch in deinen Beiträgen. Dein Blog läuft schon eine ganze Zeit und du hast viele Leser, die von deinen Tipps profitieren.

Was spricht denn dagegen, dass du von den Unternehmen, für die du auf diese Weise Werbung machst, eine Anerkennung bekommst? Ganz genau so funktioniert Affiliate Marketing.

In der Praxis sieht das so aus, dass du einen Link auf deiner Internetseite zur Verfügung stellst, der zum Anbieter des Produktes führt. Wenn also ein Besucher deiner Seite diesen Link anklickt, bekommt er das Produkt zu sehen, für das du geworben hast. Kauft nun dein Besucher dieses Produkt, erhälst du von dem Unternehmen eine Provision.

Es handelt sich in den seltensten Fällen um reine Textlinks. Meist wird eine Grafik oder Werbeanzeige benutzt, die auf der Internetseite platziert wird.

Nun kannst du nicht einfach ein Produkt oder eine Dienstleistung auf deiner Seite empfehlen und hoffen, dass du irgendwann eine Provision dafür erhälst. Der Anbieter muss ja wissen, woher die Empfehlung kommt. Also musst du deine Seite / deinen Blog beim Anbieter des Produktes erst mal anmelden.

Viele große Anbieter (z.B. Amazon) haben dafür eigene Systeme, über die man sich registrieren kann. Oft hat man jedoch etliche unterschiedliche Produkte, für die man gern die Werbetrommel rühren möchte. Und da kommen Partnerprogramm-Anbieter ins Spiel. Diese Anbieter oder Vermittler haben hunderte oder tausende Partnerprogramme anzubieten. Sie stellen sozusagen die Verbindung her, zwischen dem Produktanbieter (Mechant oder Vendor genannt) und demjenigen, der das Produkt bewerben möchte (Affiliate oder Publisher genannt).

Sinnvollerweise bewirbt man auf seinem Blog Produkte, die zum Thema passen. In unserem Beispiel vom Zimmerpflanzen-Blog hieße das, Produkte zu bewerben wie, Pflanzendünger, Gartencenter, Blumentöpfe oder Fachbücher. Nicht so optimal wären natürlich themenfremde Artikel wie z.B. Hundefutter oder Büromaterial.

Die Art der Vergütung kann je nach Anbieter ganz unterschiedlich sein:

Pay per Click (PPC)

Hier wird die Provision pro erfolgtem Klick auf den Werbelink berechnet.  Beispielsweise bei Google AdWords oder bei Yahoo. Eine IP-Sperre verhindert, dass ein einzelner Besucher mehrmals klickt. Diese Methode eignet sich nicht unbedingt zum Verkauf von Produkten, da die Qualität der Klicks schlecht zu erfassen ist. Pay per Click wird eingesetzt, um einem Internetauftritt mehr Bekanntheit zu verschaffen.

Pay per Lead (PPL)

Bei Pay per Lead, erhält der Werbende eine Provision für die Kontaktaufnahme. Zum Beispiel bei Anforderung von Werbematerial durch den Kunden. Geeignet für Produkte und Dienstleistungen, die sehr beratungsintensiv und/oder sehr hochwertig sind (ein Auto wird kaum jemand einfach so per Mausklick bestellen).

Pay per Sale (PPS)

Also die Provisionszahlung pro Kauf (Sale). Die Provision wird fällig, sobald ein Kunde kauft. Das bezieht sich bei vielen Affiliate-Programmen nicht nur auf den ersten Kauf. Oft werden dem werbenden Partner weitere Käufe des Kunden innerhalb einer bestimmten Zeit (30 bis 90 Tage) ebenfalls vergütet.

Es existieren noch weitere Modelle, von denen die meisten jedoch sehr selten zum Einsatz kommen. Zum Beispiel:

  • Pay per Link – hier wird das Einblenden eines Links vergütet.
  • Pay per View – die Häufigkeit des Aufrufes eines Werbebanners wird gezählt.
  • Pay per install – hier wird die erste Installation von Software vergütet z.B. Test-oder Demoversionen

Es existieren auch Kombinationen der Modelle. Beispielsweise Provision per Klick und zusätzlich pro Verkauf.

Damit sich diese Aktionen jedoch spürbar auswirken, ist es unerlässlich, dass sich viele Besucher auf deinem Bog oder deiner Website tummeln. Außerdem fällt in das Thema Affiliatemarketing auch das weite Feld des E-Mail-Marketings. Wie man Besucher auf seine Site oder den Blog bekommt und wie das mit dem E-Mail-Marketing geht, wird in weiteren Artikeln beschrieben.

Hier einige Partnerprogramme:

Belboon
Superclix
Affilinet
Amazon

Click Here to Leave a Comment Below 2 comments
Rigo Dade - 27. Oktober 2014

sehr schöner und ausführlicher Artikel, lässt für Anfänger sicher keine Fragen offen.
Man sollte aber auf jeden Fall, nur Produkte wählen hinter denen man auch wirklich steht. Keine Märchen erfinden – lügen etc, meiner Meinung nach ist Ehrlichkeit sehr wichtig.

Gruß
Rigo

Reply
    Winfried Dannenmann - 27. Oktober 2014

    Da geb ich dir Recht, Rigo. Genau so halte ich es auch. Alle Tipps die ich hier gebe, habe ich selbst getestet. Eigentlich mache ich das in erster Linie für mich. Dann merke ich, dass es vielleicht andere auch interessieren könnte und gebe meine Erfahrungen weiter. Danke für deinen Kommentar Rigo.

    Reply

Leave a Reply:

*

%d Bloggern gefällt das: